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Von Achtsamkeit bis Fluchtweg: Workshop zu Awareness & Sicherheitskonzept

Der Tag gliederte sich in zwei inhaltliche Schwerpunkte. Im ersten Teil vermittelte Mischa Regenbrecht Grundlagen von Awareness-Arbeit, darunter Diskriminierungssensibilität, intersektionale Perspektiven und Awareness als solidarische Haltung statt als Kontroll- oder Sanktionsinstrument. In Kleingruppen reflektierten die Teilnehmenden, welche Strukturen in ihren Gruppen bereits bestehen und wo Unsicherheiten oder Ressourcenlücken spürbar sind. Der zweite Teil widmete sich dem Schutz- und Sicherheitskonzept. Die Teilnehmenden setzten sich mit einem Konzeptentwurf des DIQUI-Teams auseinander, den sie in Kleingruppen wie ein Puzzle neu zusammensetzten und kritisch weiterentwickelten. Dabei wurde deutlich: Der Begriff „Sicherheitskonzept“ greift zu kurz. Die Gruppe plädierte gemeinsam dafür, von einem Schutz- und Fürsorgekonzept zu sprechen – eines, das nicht nur Fluchtwege und Brandschutz umfasst, sondern auch den respektvollen Umgang miteinander, klare Zuständigkeiten und emotionale Sicherheit. Ein wichtiges Ergebnis des Tages war der Wunsch nach einem regelmäßigen Austauschformat für Gruppenleitungen, etwa einer Intervisionsgruppe, in der Erfahrungen, Unsicherheiten und Herausforderungen kontinuierlich besprochen werden können.

Die Rückmeldungen der Teilnehmenden fielen sehr positiv aus. Besonders hervorgehoben wurden die wertschätzende Atmosphäre, die Verbindung von theoretischem Input und praxisnaher Gruppenarbeit sowie der entlastende Effekt des gemeinsamen Austauschs, denn auch Unsicherheiten konnten offen angesprochen werden. Der Workshop machte deutlich, dass Sicherheit in queeren Räumen keine rein technische Frage ist, sondern im Zusammenspiel von Raum, Struktur, Haltung und Gemeinschaft entsteht.